Was ist Curry?

Das Currypulver, ebenso beliebt wie vielfältig, ist inzwischen auch in Deutschland ein fester Bestandteil unserer Esskultur. Anspruchsvolle Gourmet-Köche experimentieren dabei gerne mit seinen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, um ihren Gerichten eine orientalische Note zu verleihen.

Lesen Sie hier die interessante Geschichte über die Erfindung des beliebten Pulvers und woraus das Currypulver eigentlich besteht.

 

Die Geschichte des Currypulvers

Currys gibt es geschätzt schon seit ungefähr 5000 Jahren. Es wird als Bezeichnung für eine indische Gewürzmischung verwendet, die jedoch richtigerweise Masala (Mischung) heißen müsste. Wo genau die Curry-Gewürzmischung ihre Herkunft in Indien hat, ist indes nicht bekannt. Vielfach wird jedoch der Ort Madras, der inzwischen in Chennai umbenannt wurde, im Zusammenhang mit dem Madras Currypulver genannt. Madras ist die Hauptstadt von Tamil Nadu, einem Bundesstaat in Südindien.

Seit dem 17. Jahrhundert bis 1947 waren große Teile Indiens, darunter auch Madras, von den Engländern kolonialisiert. In dieser Zeit entstand das Wort „Curry“, welches aus dem südindischen, tamilischen Wort „kaikaari“, kurz „kaari“ genannt, hergeleitet wurde, das wiederum „Soße“ oder auch „Gericht mit Soße“ bedeutet.

Die Erfindung des Currypulvers

Die britischen Kolonialherren waren fasziniert von der indischen Küche und der Vielfältigkeit ihrer Gewürze. Das Currypulver (auch „Garam Masala“ genannt) wird dabei von jedem indischem Koch frisch zubereitet, wobei die einzelnen Zutaten zuerst geröstet, dann gemahlen und schließlich vermischt werden.

Die Engländer waren jedoch mit der Vielfältigkeit der Varianten und der Zubereitung völlig überfordert. Also ließen sie eine Rezeptur für ein Currypulver zusammenstellen, die mehr auf den europäischen Geschmack ausgerichtet war, brachten es im 18. Jahrhundert nach Großbritannien und feierten sich selbst als die Erfinder des Currypulvers.

Woraus besteht Currypulver?

Für die bekannteste Gewürzmischung der Welt gibt es kein festes Rezept. Sie kann sogar aus bis zu 36 verschiedenen Gewürzen bestehen. Im Durchschnitt besteht das Currypulver aus etwa 10 verschiedenen Komponenten.

Das Gewürz Kurkuma, wodurch das Pulver seine charakteristische gelbe Farbe bekommt, ist fast immer ein Bestandteil der Mischung. Auch kommen Koriander, Kreuzkümmel und schwarzer Pfeffer oft zum Einsatz, wodurch das Currypulver seine besondere geschmackliche Note erhält.

Natürlich gibt es diverse weitere Zutaten, wie beispielsweise Bockshornklee, Nelken, Zimt, Ingwerpulver, Cayennepfeffer und Kardamom.

Die Geschmacksvielfalt von Curry

Das Currypulver wird in diversen Geschmacksrichtungen angeboten. Angefangen vom Indischen Curry mit seiner mild-fruchtigen Note, über das mild-aromatische Madras Curry bis zum würzig-scharfen Thai-Curry. Aber selbst bei diesen Mischungen variiert die Zusammensetzung und Qualität von Marke zu Marke. Daher sollten Sie beim Kauf eines Currypulvers unbedingt auf die Zutatenliste achten. Je hochwertiger das Currypulver ist, desto weniger Füllstoffe sind darin enthalten.

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Text: Ilka Rosemeier